Stornierung, Widerruf & Zahlung

Damit von Anfang an Klarheit herrscht, erklären wir hier transparent, wann eine Buchung verbindlich ist, was bei einer Stornierung gilt und wie Zahlung und Kaution geregelt sind.

1. Wann ist die Buchung verbindlich?

Beim Wohnen auf Zeit handelt es sich rechtlich um einen Mietvertrag auf Zeit. Dieser ist bereits dann verbindlich geschlossen, sobald sich beide Parteien – Mieter und Vermieter – über die Anmietung geeinigt haben. Das kann schriftlich, digital oder mündlich erfolgen.

Wichtig: Der Vertrag gilt unabhängig davon, ob bereits eine Zahlung erfolgt ist oder nicht.

2. Grundsatz: Der Vertrag ist bindend

Wird der Mietvertrag vom Mieter storniert, bleibt dieser grundsätzlich zur Zahlung des vereinbarten Mietpreises verpflichtet. Dabei spielt es keine Rolle,

Eine Stornierung befreit also nicht automatisch von den Kosten.

3. Ausnahme: Höhere Gewalt

Eine wichtige Ausnahme besteht bei sogenannter höherer Gewalt – also unvorhersehbaren Ereignissen außerhalb des Einflussbereichs beider Parteien, zum Beispiel Naturkatastrophen, behördliche Verbote oder schwerwiegende, unvorhersehbare Krisenlagen. In solchen Fällen kann der Vertrag aufgehoben werden; bereits erbrachte Leistungen werden jedoch fair ausgeglichen.

4. Kein Widerrufsrecht bei Zeitmietverträgen

Auch wenn der Vertrag online geschlossen wurde, besteht beim Wohnen auf Zeit in der Regel kein Widerrufsrecht gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB. Grund ist, dass es sich um eine zeitlich festgelegte Leistung zur Beherbergung handelt, für die das Widerrufsrecht gesetzlich ausgeschlossen ist. Auf diesen Ausschluss weisen wir vor Vertragsschluss ausdrücklich hin.

5. Welche Kosten entstehen bei einer Stornierung?

Grundsätzlich bleibt der Mietpreis bestehen. Der Vermieter muss sich jedoch ersparte Aufwendungen anrechnen lassen, zum Beispiel:

In der Praxis haben sich für möbliertes Wohnen auf Zeit Orientierungswerte von ca. 5–15 % Abzug vom Mietpreis etabliert.

Beispiel: Bei einer Monatsmiete von 550 € können etwa 28 € bis 83 € abgezogen werden. Der zu zahlende Betrag liegt dann bei rund 467 € bis 522 €. Der Vermieter kann auch nachweisen, dass seine Einsparungen geringer waren.

6. Weitervermietung reduziert die Kosten

Der Vermieter ist verpflichtet, den entstandenen Schaden möglichst gering zu halten. Er versucht daher, die Einheit anderweitig zu vermieten. Gelingt dies, reduziert sich die Zahlungspflicht des ursprünglichen Mieters entsprechend.

Beispiel: Ein Vertrag über 2 Monate wird storniert. Die Einheit wird für 1 Monat neu vermietet. Der ursprüngliche Mieter zahlt dann nur noch für den nicht vermieteten Zeitraum.

7. Unsere Stornobedingungen

Für eine faire und transparente Abwicklung gelten – ergänzend zu den oben beschriebenen gesetzlichen Grundsätzen – folgende Bedingungen, sofern sie dir vor Vertragsabschluss bekannt gemacht wurden:

Die konkreten Fristen werden im individuellen Mietvertrag festgelegt.

8. Wenn der Vermieter storniert

Können wir die Einheit einmal nicht wie vereinbart bereitstellen (z. B. durch unvorhergesehene Umstände), suchen wir gemeinsam nach einer fairen Lösung.

9. Zahlung & Kaution

10. Fragen?

Stornierungen gehören gerade in einer flexiblen Arbeitswelt zum Alltag. Uns ist wichtig, dass beide Seiten ihre Rechte und Pflichten kennen und fair miteinander umgehen. Bei Fragen erreichst du uns unter info@hof-heinrich.de oder 0511 999 710 24. Bitte kommuniziere eine Stornierung möglichst frühzeitig – das hilft bei der Weitervermietung und reduziert deine Kosten.

Stand: August 2026.